Ideen für die Mobilität von morgen – Zukunftswerkstatt „Brunch’n Drive“ im Rathaus Bernsdorf
von Rene Nowitzki
Wie kann Mobilität im ländlichen Raum künftig besser organisiert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 36 Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Samstag im Ratssaal des Bernsdorfer Rathauses. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Brunch’n Drive“ kamen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zusammen, um bei einem gemeinsamen Brunch über ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen zur Mobilität in der Region zu sprechen.
Eingeladen hatten Prof. Dr. Kristina Barczik und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Karin Almer von der CBS University of Applied Sciences. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forschungsprojektes DRIVE statt, das sich mit neuen Mobilitätslösungen für ländliche Regionen beschäftigt.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Harry Habel die Teilnehmenden und betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Projektes für Bernsdorf und die Region. Gerade im ländlichen Raum seien neue und flexible Mobilitätsangebote notwendig, um die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Versorgungseinrichtungen und Freizeitangeboten langfristig zu sichern.
Die Zukunftswerkstatt war bewusst offen gestaltet. In mehreren Arbeitsphasen konnten die Teilnehmenden zunächst Herausforderungen und Probleme rund um die Mobilität im Alltag benennen. Anschließend wurden gemeinsam Ideen und Visionen für zukünftige Mobilitätsangebote entwickelt. Dabei reichten die Vorschläge von automatisierten Transport- und Beförderungssystemen bis hin zu einfach nutzbaren, flexibel abrufbaren Verkehrslösungen.
Ein wichtiger Diskussionspunkt war außerdem die Erreichbarkeit von Zielen innerhalb der Ortsteile von Bernsdorf sowie in der umliegenden Region. Dabei wurde auch darüber gesprochen, wie sich Mobilitätsangebote so gestalten lassen, dass sie unterschiedliche Entfernungen und Bedarfe – von innerörtlichen Wegen bis zu regionalen Verbindungen – sinnvoll abdecken können.
Das Forschungsprojekt DRIVE beschäftigt sich mit der Entwicklung innovativer und bedarfsgerechter Mobilitätslösungen für Kommunen im ländlichen Raum. Ziel ist es, Mobilitätsangebote so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Bevölkerung – insbesondere von älteren Menschen, Jugendlichen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität – gerecht werden und die gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Neben wissenschaftlichen Einrichtungen beteiligen sich auch Kommunen sowie regionale Partner an dem Projekt. Auch regionale Akteure, etwa soziale Träger wie das Mehrgenerationenhaus (MGH) oder touristische Partner, bringen ihre Erfahrungen und Perspektiven in die Projektarbeit ein.
Die zahlreichen Ideen und Hinweise aus der Zukunftswerkstatt werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Projektarbeit ein.
Am 29. April 2026 soll in Bernsdorf eine weitere Veranstaltung stattfinden, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, dem öffentlichen Personennahverkehr sowie Expertinnen und Experten über den aktuellen Projekt- und Umsetzungsstand informiert werden.