Seenlandbahn 2021

Bei bestem Wetter fiel am 24.07. 2021 der Startschuss für die diesjährige Saison der Seenlandbahn.

Gemeinsam mit dem VVO, dem Landkreis Bautzen und dem Freistaat Sachsen ist es wieder gelungen, die Seenlandbahn für die Sommerferienwochenenden in diesem Jahr als touristisches Angebot auszurichten. Während der Sächsischen Sommerferien kann man samstags und sonntags ab Dresden über Kamenz, Bernsdorf, Wiednitz und Hosena zum VVO-Tarif nach Senftenberg fahren. Die Seenlandbahn startet morgens im Dresdner Hauptbahnhof, am Nachmittag geht es von Senftenberg wieder zurück in die sächsische Landeshauptstadt. Der detaillierte Fahrplan ist abrufbar unter www.vvo-online.de/seenlandbahn. Viele weitere Informationen finden Sie unter www.seenlandbahn.de.

Anlässlich der ersten Fahrt der Seenlandbahn in der diesjährigen Saison hat Bürgermeister Harry Habel die beteiligten Akteure und Unterstützer des Projektes auf das Gelände des Bahnhofes Straßgräbchen-Bernsdorf geladen.

Die Bedeutung des Projektes, das hoffentlich in naher Zukunft in einen täglichen Regelbetrieb der Bahnstrecke münden wird, wird unterstrichen durch die zahlreichen zum Seenlandbahnauftakt anwesenden Gäste.

Bürgermeister Harry Habel freute sich über den Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk, der sich erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass die Seenlandbahn auch in 2021 und 2022 rollt, den 1. Beigeordneten des Landkreises Bautzen Udo Witschaß, den Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit Herrn Mielke, den Geschäftsführer der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung Herrn Mühlberg, den Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda Herrn Ruban-Zeh, den Bürgermeister der Stadt Lauta Herrn Lehmann, Vertreter der Deutschen Bahn, des VVO und der Landeseisenbahnaufsicht, Vertreter ortsansässiger Unternehmen, wie Herrn Kazushige Murao, Präsident, und Herrn Juhnke, Vizepräsident, der TD Deutsche Klimakompressor GmbH, den ehemaligen Präsidenten des Sächsischen Handwerkstages Roland Ermer sowie Herrn Simm von den Eisenbahnfreunden Sachsen e. V..

„Als eine der wichtigsten Strukturstärkungsmaßnahmen sollte aus der Seenlandbahn ab 2023 eine reguläre S-Bahn-Anbindung vom Lausitzer Seenland und Hoyerswerda nach Dresden werden.“ so Bürgermeister Harry Habel bei seiner Begrüßung.

Die hohe Bedeutung einer direkten, schnellen und insbesondere regulären S-Bahn-Anbindung des Lausitzer Seenlandes und Hoyerswerdas an die Landeshauptstadt bekräftigten auch alle anderen anwesenden Gäste.

Landschaftswandel aufregend nah: Erlebnistouren durchs Lausitzer Seenland

Das Lausitzer Seenland zählt zu den erstaunlichsten Urlaubszielen in Deutschland: Einst pflügten gigantische Bagger die Region um, heute glitzern hier riesige Seen in der Sonne. Auf Tagebau-, Wolfs- und Offroad-Touren hinterlässt das Jahrhundertprojekt Landschaftswandel bleibende Eindrücke.

Zwischen Berlin und Dresden liegt ein junges Reiseziel, das es bis vor gut 30 Jahren noch gar nicht gab. Heute erzählt das Lausitzer Seenland die unglaubliche Geschichte vom Umbau eines Braunkohlereviers zu einer riesigen Wasserlandschaft. Die Metamorphose ist fast abgeschlossen. Auf geführten Touren, die ab sofort wieder möglich sind, kommen Besucher dem Jahrhundertprojekt aufregend nah.

Vom Bergmann zum Seemann
Viele, die heute als Gästeführer in der Lausitz arbeiten, haben den Bergbau hautnah miterlebt. So zum Beispiel Heinz Müller. Über Jahrzehnte arbeitete der 69-Jährige im Revier. Seit 16 Jahren führt er Gäste durch die Region. Müller erzählt davon, wie die Kohle den Menschen gut bezahlte Arbeit, aber auch verwüstete Landschaften brachte, wie mehr als zwei Milliarden Tonnen Braunkohle aus der Erde geholt und dafür mehr als 130 Orte geopfert wurden. Anschließend führt der Pensionär seine Gäste mal mit dem Fahrrad, mal zu Fuß in die Gegenwart der Region. Es ist eine Gegenwart, die einst ferne Zukunft war. Dabei geht es zu den neuen Häfen und Stränden, die in den letzten Jahrzehnten überall entstanden sind. 16 neue Seen sind bereits fertig, neun weitere kommen in den nächsten Jahren dazu.
„Vom Bergmann zum Seemann“ – unter diesem Motto führt auch Reiseveranstalter iba-aktiv-tours durch das Lausitzer Seenland. Mit dem Kleinbus geht es auf einer dreistündigen Tour zum aktiven Tagebau und sechs Seen im Wandel. Die Kleinbahn Seeschlange führt Gäste, ebenfalls in drei Stunden, entlang des Sedlitzer, Partwitzer und Geierswalder Sees. Auch kurze Schnuppertouren sind buchbar.

Touren in den aktiven Tagebau
Nicht überall in der Lausitz ist der Bergbau bereits Geschichte. Einer der letzten noch aktiven Tagebaue in der Region ist Welzow-Süd. 17 Millionen Tonnen Braunkohle wurden hier im Jahr 2019 gefördert. Ein aktiver Tagebau ist Sperrgebiet – normalerweise. Anbieter wie excursio ermöglichen es Interessierten, auf geführten Touren der gigantischen Technik in Betrieb einmal ganz nah zu kommen. Ein industrieromantisches Erlebnis ist die Exkursion „Stahlgiganten bei Nacht“. In der Abenddämmerung fahren die Besucher mit dem Mannschaftstransportwagen in den Tagebau Welzow-Süd bis dicht an die Abraumförderbrücken und Bagger. Zum Abschluss gibt es eine Bergmannsvesper an der Feuerschale.

Herzklopfen für Offroad-Fans
Ehemalige Tagebaue, die auf ihre Renaturierung warten, sind an einigen Stellen kaum mehr als karge Wüste, je nach Witterung staubiges oder schlammiges Terrain mit Hügeln, Dünen, Rampen, Senken und Wasserlöchern. Landschaften wie diese lassen die Herzen von Offroad-Fans höherschlagen. Spezialanbieter halten hier kontrollierte Abenteuer bereit. Das Quadcenter Klein Partwitz bietet Quadtouren um die neuen Seen zwischen Spremberg, Senftenberg und Hoyerswerda sowie um den Tagebau Welzow-Süd. Die Quad Event GmbH in Klein Partwitz hat Touren für Anfänger und Fortgeschrittene im Lausitzer Seenland im Angebot. Und bei der Offroad-Agentur können Quad- und Jeeptouren am Besucherbergwerk F60 gebucht werden.

Wolfstouren und Naturexkursionen
In eine gänzlich andere Welt entführt Natur- und Landschaftsführer Stephan Kaasche. Sein Metier sind die Wölfe. Aus Polen eingewandert, sind die scheuen Tiere seit mehr als 20 Jahren wieder in der Lausitz zu Hause – Naturschützern zur Freude, den Landwirten zum Leidwesen. Gemeinsam mit seinen Gästen begibt sich Kaasche auf Spurensuche. Per Rad und zu Fuß erkunden sie Reviere, suchen nach Fußabdrücken und Losungen.

Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland
Nicht nur der Wolf, auch weitere seltene und bedrohte Tierarten sind nach Abzug der Bagger wieder in der Region heimisch geworden, so unter anderem Brachpieper, Ziegenmelker und Wiedehopf. Das mit 5800 Hektar größte Schutzgebiet der Region ist das Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland nördlich von Hoyerswerda. Der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer Alexander Harter zeigt hier Interessierten zu Fuß oder mit dem Fahrrad typische Ausschnitte der Bergbaufolgelandschaft und ihre Bewohner. Auch Beobachtungsansitze auf Wölfe werden auf Anfrage begleitet.

Naturparadies Grünhaus
Das Naturparadies Grünhaus, ein NABU-Schutzgebiet mit einer Fläche von rund 2000 Hektar bei Finsterwalde, zeigt eindrucksvoll, wie sich die Natur ein ehemaliges Tagebaugebiet erobert. Über Jahre konnte sich die Region völlig ungestört entwickeln. Heute sind wieder mehr als 3000 Arten hier heimisch. Das ansässige Projektbüro der NABU-Stiftung bietet ab September Exkursionen an. Besucher können das Schutzgebiet auf einem fünf Kilometer langen Wanderweg auch individuell erkunden.

Wein von neuen Bergen
Und dass Landschaftswandel auch ein kulinarisches Erlebnis sein kann, beweisen die mutigen Winzer in der Lausitz, die sonnenverwöhnte Tagebauflächen in neue Top-Lagen verwandelt haben. Derzeit bewirtschaften sieben Winzer und Winzervereine eine Fläche von etwa zwölf Hektar. Angebaut werden zumeist pilzwiderstandsfähige Sorten wie Solaris und Johanniter, aber auch Weißburgunder und Riesling. Zu den erfolgreichsten Winzern der Region zählen Andreas Wobar und seine Frau Cornelia. Regelmäßig bieten sie Führungen durch ihren Weinberg am Großräschener See mit anschließender Verkostung. Weitere Weintouren können bei der Wolkenberg GmbH, iba-aktiv-tours sowie excursio gebucht werden.

Touren-Buchungsportal
Auf dem neuen Touren-Portal des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. unter www.lausitzerseenland.de/de/urlaub-buchen/erlebnisse-buchen.html können einige der vorgestellten Erlebnisse direkt online gebucht werden. Das Portal wird fortlaufend um weitere Angebote ergänzt. Weitere Touren sind direkt bei den vorgestellten Anbietern buchbar.

Foto: © Tourismusverband Lausitzer Seenland, Nada Quenzel

Ausflugstipps auf einen Blick

Neue faltbare Übersichtskarte Lausitzer Seenland erschienen
Das Lausitzer Seenland auf einen Blick bietet die neue Übersichtskarte, herausgegeben vom Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V..
Gäste können damit den Weg zu Ausflugszielen zwischen Grünewalder Lauch im Westen, Talsperre Spremberg im Norden und Bärwalder See im Südosten finden. Die kompakte Faltkarte gibt einen umfangreichen Überblick und viele Ideen für Radtouren, Aktivitäten an und auf dem Wasser, Erlebnistouren durch die Landschaft im Wandel, Industriekultur zum Anfassen, Ausflugsgastronomie und Ferienunterkünfte.
In der Karte werden Radwanderwege, wie die Seenland-Route oder Niederlausitzer Bergbautour, Badeseen und Wassersportangebote dargestellt. Orte mit Fahrradvermietungen, Museen, Theater, Zoos, Aussichtspunkte, Übernachtungsmöglichkeiten, Camping- und Wohnmobilstellplätze sowie Restaurants und Cafés sind gekennzeichnet.
Auf der Rückseite empfiehlt der Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. drei Themenradtouren, die sich mit Distanzen zwischen 20 und 60 Kilometern gut für einen Tagesausflug eignen. Sie sollen die Besucher inspirieren, die Vielfalt des Lausitzer Seenlandes aktiv zu entdecken.
Auf der 37 Kilometer langen „Dubringer Moor Tour“ erleben die Radfahrer eine der letzten und größten Moorlandschaften zwischen Elbe und Oder.
Der zweite Radtourentipp „Auf den Spuren der Freifrau von Löwendal“ führt auf 28 Kilometern durch die Stadt Lauchhammer, dem einstigen Zentrum des Eisenkunstgusses. Auf der 58 Kilometer langen Radtour „6 Seen an einem Tag“ geht es ab der Doppelstadt Guben-Gubin durch ausgedehnte Wälder und Heidelandschaften zu sechs idyllischen
Naturseen.
In den anerkannten Touristinformationen der Region in Senftenberg, Hoyerswerda, Boxberg O.L., Spremberg, Forst (Lausitz) und Guben ist die Übersichtskarte erhältlich.

Idylle trifft Industriekultur

Faltblatt zur Niederlausitzer Bergbautour neu erschienen                                                                                                                          

Das Faltblatt zur Niederlausitzer Bergbautour ist neu erschienen. Im praktischen Taschenformat wird der 500 Kilometer lange Fernradweg vorgestellt. Auf der Niederlausitzer Bergbautour begeben sich Radfahrer auf eine Entdeckungsreise durch mehr als 150 Jahre Bergbaugeschichte. Der Fernradweg führt auf über 500 Kilometern durch den Süden Brandenburgs und Norden Sachsens. Dabei begegnet man einer Mischung aus Industriekultur, malerischen Orten, imposanten Tagebauen und neuen Landschaften.

Im Faltblatt sind neben einer Übersichtskarte mit dem Routenverlauf auch Empfehlungen zu Sehenswertem entlang der Strecke enthalten, für das sich ein Absteigen vom Fahrrad lohnt. Um den Informationsservice für Radreisende abzurunden, werden radlerfreundliche Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie Fahrradvermieter an der Route sowie passende buchbare Radreisen vorgestellt.

Erhältlich ist das neue Faltblatt beim Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. und bei den regionalen Touristinformationen im Lausitzer Seenland. Außerdem kann das Faltblatt auf www.lausitzerseenland.de online bestellt und als PDF heruntergeladen werden.
Mehr Informationen zur Niederlausitzer Bergbautour gibt es unter www.niederlausitzer-bergbautour.de.

Text: Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Rätselradtour für Familien um den Senftenberger und Geierswalder See

Auf den Spuren der Bergmänner und Seemänner

Rote Haare, große Augen, breites Lächeln: Pit ist das Maskottchen des Lausitzer Seenlandes. Ob Bergmannskluft oder Neoprenanzug, immer macht er eine gute Figur. Neuerdings ziert Pit auch den Flyer zur neuen Rätselradtour. Sie lädt Familien mit Kindern im Grundschulalter ein, den spektakulären Wandel vom Bergbaurevier zum Wasserparadies auf dem Drahtesel zu erleben. Die 37 Kilometer lange Tour führt um den Geierswalder und Senftenberger See.

An acht Stationen fordert Pit die Kinder auf, eine Rätselfrage aus dem Flyer zu beantworten. An markanten Orten wie einer Baggerschaufel oder einem Schleusenwärterhaus erfahren sie so spielerisch Wissenswertes zum Braunkohletagebau, zu abgebaggerten Orten und zur Flutung der Seen. Die Route verläuft entlang der flachen, weitestgehend autofreien Radrundwege um den Geierswalder und den Senftenberger See. Familien mit jüngeren Kindern können sie problemlos in zwei Etappen von 19 und 18 Kilometern aufteilen. Wer mit dem korrekt ausgefüllten Flyer in den Touristinformationen Senftenberg und Hoyerswerda sowie im touristischen Informationspunkt am Stadthafen Senftenberg vorbeikommt, erhält ein kleines Geschenk. Sechs Fahrradvermietungen in Senftenberg und am Senftenberger See verleihen Fahrräder.

Der Flyer ist in den Touristinformationen Senftenberg und Hoyerswerda sowie im touristischen Informationspunkt am Stadthafen Senftenberg erhältlich. Außerdem kann er unter www.lausitzerseenland.de als PDF heruntergeladen werden.
(Text: Tourismusverband Lausitzer Seenland; Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland, Nada Quenzel)